• Fabian Loudwin SJ
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Inseln des Innehaltens mit Handy

Frankfurt - An Aschermittwoch beginnt wieder das mobile Fastenelixier der Frankfurter Jesuitengemeinde St. Ignatius. Das Handy ist für viele der tägliche Begleiter – viele Male am Tag wird draufgeschaut. Mit dem „mobilen Fastenelixier“ wird es jeden Tag in der Fastenzeit zwischen ein und vier mal mehr vibrieren, klingeln, sich bemerkbar machen. Per WhatsApp oder Telegram kommen Nachrichten, die zu einem persönlichen Weg durch die Fastenzeit einladen wollen. Jeder der ein Handy mit Telegram oder WhatsApp hat, kann sich dazu anmelden.

Das „Mobile Fastenelixier“ gibt es bereits zum vierten Mal, berichtet Fabian Loudwin SJ, Kaplan von St. Ignatius. „Vor vier Jahren saßen wir in der Gemeinde St. Ignatius zusammen und sprachen über die Fastenzeit. Es war klar, dass das Handy inzwischen für viele der tägliche Begleiter und ein Werkzeug zur Kommunikation und Organisation des Alltags ist. Da die Fastenzeit mitten im Alltag und doch eine besondere Zeit ist, kam ich auf die Idee, das Vibrieren, Klingeln, Sich-Bemerkbar-Machen des Handys zu nutzen, um die Fastenzeit bewusster zu gestalten und eine Möglichkeit anzubieten, kleinste Inseln des Innehaltens zu schaffen.“ Das mobile Fastenelixier war geboren. In der Fastenzeit meldet sich das Handy ein bis vier Mal pro Tag mit kleinen Gedanken, die zu einem persönlichen Weg durch die Fastenzeit einladen wollen. Mal kommt ein Text, mal ein Zitat, mal ein Bild.

Für Loudwin, der das Fastenelixier produziert, ist die Gestaltung selber auch ein besonderer Weg auf Ostern hin. „Auch für mich ist es jedes Jahr ein Erlebnis, mich auf diese Reise zu begeben.“ Der große Bogen für die ganze Fastenzeit sei zwar schon vorab ausgearbeitet, die kurzen Nachrichten entstehen jedoch erst während dieser Zeit und sind vor allem geprägt von dem, was in der Welt los ist, von dem was die Texte im Gottesdienst anbieten, von dem was auch Loudwins Alltag prägt. „So kann ich im Voraus überlegt haben, dass der nächste Impuls um soundso viel Uhr verschickt wird, aber es kommt in der Pfarrei etwas dazwischen und auf einmal ziehe ich diesen Impuls vor oder verschiebe ihn. Für mich ist die Fastenzeit eine Zeit, in der es mir oft gelingt, wieder näher zu mir selbst und näher zu meinem Gott – in all seinen Schattierungen – zu kommen: es ist eine Vorbereitung auf Ostern, auf das Sterben und die Auferstehung Jesu Christi. Das mobile Fastenelixier möchte einladen diesen Weg mitzugehen.“

Jeder der ein Handy mit Telegram oder WhatsApp hat, kann sich zum „Mobilen Fastenelixier“ anmelden.

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