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Reliquien des Hl. Petrus Canisius in Fribourg erhoben

Fribourg - Ein Teil der Reliquien des Hl. Petrus Canisius ist aus der Grabstätte des Kirchenlehrers in der Kirche St. Michel in Fribourg genommen und in einen neuen Reliquienschrein eingesetzt worden, den der Fribourger Künstler Frederic Aebi geschaffen hat. Das neue Reliquiar wird am 26. April seinen Platz in der Heilig-Grab-Kapelle der Kathedrale von Fribourg finden, neben den Reliquienarmen des Hl. Nikolaus von Flüe und des Hl. Nikolaus von Myra.

Der Hl. Petrus Canisius (1521-1597), der vor 500 Jahren in Nimwegen geboren wurde, wird am kommenden Montag und Dienstag, 26. und 27. April, in Fribourg in zwei Messen gefeiert, die auch die Gründung der neuen Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten markieren, zu der neben der Schweiz auch Deutschland und Schweden, Österreich sowie Litauen und Lettland gehören.

Canisius wurde 1556 der erste Provinzial einer Ordensprovinz, die sich damals vom Elsass über Süddeutschland und Österreich bis nach Böhmen und Polen erstreckte. Auf seinen Reisen durchquerte er halb Europa von Polen bis Sizilien meist zu Fuß oder zu Pferd und gründete 18 Jesuitenkollegien u.a. in Ingolstadt, Wien und Prag sowie schließlich in Fribourg. Er war Konzilstheologe und einflussreicher Berater von Papst, Kaiser, Kardinälen und Fürsten, Rektor und Vizekanzler von Universitäten sowie Apostolischer Administrator der Diözese Wien. Seine Katechismen, in denen er den christlichen Glaubens verständlich und klar darlegte, wurden übersetzt in verschiedene Sprachen und fanden weite Verbreitung in ganz Europa. Canisius wurde 1864 selig- und 1925 heiliggesprochen.

Die Umbettung der Reliquien fand in der Kirche St. Michel in Fribourg unter strenger Aufsicht statt. Es war ein bewegender Moment, als die Gebeine des Kirchenlehrers die vom Goldschmied Marcel Feuillat geschaffene Liegestatue verließen, um in die vom Künstler Frederic Aebi geschaffene Statue eingesetzt zu werden.

 

 

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